Eine gemütliche Tour auf der Ilmenau

Da ich seit einigen Jahren in Hamburg wohne, biete ich gerne Touren in dieser Region an. Dieses Mal sollte es auf die Ilmenau gehen und zwar von Bienenbüttel nach Lüneburg.

Ich war auf diese Strecke vor ein paar Jahren gekommen, da ich sie auch relativ gut alleine zurücklegen kann. Nah an Start und Ziel liegen Bahnhöfe, die sehr regelmäßig bedient werden. Auf Grund von Bauarbeiten fahren momentan kaum Züge, aber zum Glück waren wir dieses Mal zu dritt und hatten auch zwei Autos zur Verfügung.

Leider ist es einiges an Autofahrerei, aber nachdem das erledigt war, standen herrliche 19km Paddeltour im Grünen vor uns. Das Wetter war uns hold und es war auch noch kein dichtes Gedränge wie manchmal im Sommer.

Am Einstieg haben wir noch ein Gespräch mit einem lokalen Verleiher geführt, mein teilbares Kajak hatte sein Interesse geweckt. Es endete dann damit, dass er uns sogar einen Schlüssel für seinen Laden geliehen hat, damit wir das WC nutzen können. Danke an dieser Stelle (KanuAktiv Bienenbüttel).

Unterwegs gab es dann noch etwas Abenteuer, als wir ein gekentertes Boot entdeckten. Zwei nasse Insassen konnten wir am Steilufer sehen, während ein Kanute tapfer im Wasser stand und eisern das Boot hielt. Ein Trockenanzug schützte ihn zwar vor dem gröbsten, aber es ist doch eine enorme Anstrengung, alleine ein volles Boot, welches Kopfüber in der Strömung liegt, im kalten Wasser festzuhalten. Mit unserer Hilfe gelang es schließlich das Boot an Land zu bugsieren. Die tapferen Kanuten stiegen dann auch unmittelbar wieder in ihr Boot und setzten die Fahrt fort.

Wir machten uns auch wieder auf den Weg. Passierten Wälder, Felder und andere Freizeitsportler, bevor wir Lüneburg erspähen konnten. Nachdem wir eine ganze Weile durch die Stadt gepaddelt sind, haben wir noch kurz die Slalomstrecke erkundet, bevor wir beim Lüneburger Kanu Club ausgestiegen sind. Insgesamt eine sehr schöne Tour.

Der dritte Paddler war leider hinter der Kamera, hier aber ein paar Eindrücke.

Wesermarathon 2026

Eigentlich war der Plan klar: nach Hann. Münden zum Wesermarathon, entspannt ankommen, auf dem Tanzwerder am Weserstein die Atmosphäre genießen und am nächsten Tag eine Teilstrecke der Werra-Rally paddeln – von Bad Sooden-Allendorf bis Witzenhausen oder nach Lust und Laune vielleicht doch bis Hann. Münden. Am Sonntag dann ganz klassisch den Wesermarathon paddeln.

In diesem Jahr lief es allerdings ein wenig anders:

Der erste kleine Schreck kam, als uns auffiel, dass wir die Anmeldung für den Wesermarathon vergessen hatten. Zum Glück kein Drama – Nachmeldung vor Ort ist ja möglich. Zwei Tage vor der Anreise dann der nächste Moment: Jemand wollte seinen Platz stornieren, und dabei stellte sich heraus, dass wir gar keinen Campingplatz gebucht hatten. Irgendetwas war bei der Reservierung schiefgelaufen. Das ist dann bei über 1000 Teilnehmern, die an dem Wochenende ebenfalls irgendwo schlafen wollten, erst einmal keine besonders beruhigende Nachricht.

Also hieß es kurzfristig: telefonieren, suchen, hoffen. Und tatsächlich hatten wir Glück. Auf einem sehr ruhigen und idyllischen Campingplatz in Hemeln haben wir noch ein Plätzchen gefunden.

Weil in diesem Jahr ohnehin alles ein bisschen anders war, haben wir kurzerhand auch die Paddelpläne geändert. Statt auf die Werra ging es auf die Fulda und das war eine richtig gute Entscheidung. Bei herrlichem Wetter, keiner Strömung und keinem Wind paddelten wir zunächst rund 20 Kilometer von Spiekershausen nach Hann. Münden. Dort ging es nach einer kurzen Pause weiter, diesmal mit der Strömung, noch einmal 12 Kilometer zurück nach Hemeln zum Campingplatz.

Am nächsten Tag konnten wir sogar eine Stunde länger schlafen. Aus rein logistischen Gründen haben wir die ersten 12 Kilometer diesmal einfach ausgelassen und sind direkt am Campingplatz gestartet. Auch das hatte durchaus seinen Reiz => weniger Organisation am Morgen und dafür mehr Zeit, den Tag entspannt anzugehen.

Am Ende war es ein rundum gelungenes Wochenende. Nicht ganz so wie ursprünglich geplant, dafür mit ein paar unerwarteten Wendungen, viel Improvisation, bestem Paddelwetter und einer Erkenntnis: Manchmal werden gerade die Touren, die anders laufen als gedacht, am Ende besonders schön.

Ein Beitrag unserer Wanderwartin Daniela Holz

Bezirksanpaddeln 2026

Neben der vereinseigenen Saisoneröffnung gibt es i.d.R. auch eine Veranstaltung des Bezirks. In diesem Jahr waren wir zu Gast beim TSV Bremervörde, unserem befreundeten Nachbarverein.

Es stand eine Tour von Brobergen nach Bremervörde an. Die Fahrtenleiter hatten extra die passende Tiede ausgekundschaftet, an dieser Stelle ist die Oste nämlich noch von Ebbe und Flut beeinflusst.

Nach einer tollen Paddeltour, bei super Wetter, sind wir noch im Bootshaus des TSV eingekehrt, um leckeren Kuchen zu verspeisen.

Links

https://www.tsvbremervoerde.de/kanu/66-untermenues/kanu/834-bezirksanpaddeln2026

https://www.zevener-zeitung.de/sport/17-kilometer-flussaufwaerts-zum-kanu-saisonstart-366413.html

https://www.brv-zeitung.de/Nachrichten/17-Kilometer-flussaufwaerts-zum-Kanu-Saisonstart-366413.html

Vereinsanpaddeln

Am 25. April haben wir offiziell die Paddelsaison mit unserem jährlichen Anpaddeln eröffnet. Bei einer gemütlichen Paddeltour von Scheeßel nach Rotenburg konnten wir bestes Wetter genießen

Da am Vortrag schon einige Mitglieder fleißig waren, war das Bootshaus für einen gemeinsamen Nachmittag nach der Tour vorbereitet. Es gab leckeres vom Grill und ein Kuchenbuffet. Herrlich der Frühling für Paddler.