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Reisebericht Urlaubstour ins Altmühltal

Das Altmühltal, ein Paddler-Paradies!

Mit dem Kajak den Fluss erkunden, gemeinsam aktiv sein und dem Wasser ganz nah, Bootswandern auf der Altmühl ist das ultimativ entspannte Sommervergnügen.

Dieses Vergnügen erlebten kürzlich die Kanuwanderer Rotenburg auf ihrer diesjährigen Sommertour. Das Ziel war Pappenheim, ein kleines Städtchen im Mittelfranken. Mit Wohnwagen und Wohnmobilen verbrachten sie auf dem dortigen kleinen Campingplatz, direkt an der Altmühl, zwei wunderschöne Wochen. 

Die gemütliche Flussgeschwindigkeit, 3-4 Kilometer pro Stunde, die Altmühl ist der langsamste Fluss Bayerns, macht sie zum idealen Familienfluss. Etwa 150 km lang ist die Bootswanderstrecke durch den Naturpark Altmühltal von Gunzenhausen bis Dietfurt. Jede Etappe hat ihren besonderen Reiz. Paddeln bedeutet den Tieren und Pflanzen des Flusses ganz nah zu sein, Entenfamilien und Schwäne begleiten den Paddler, schillernde Libellen nehmen auf dem Boot Platz und am Ufer warten Reiher auf den nächsten Fisch.

Die Tagestouren waren zwischen 15 und 30 km, sodass neben der sportlichen Herausforderung auch entspannte Stunden auf dem Wasser genossen werden konnten.

Alf und Jörg, unsere erfahrenen Fahrtenleiter, hatten im Vorfeld alle Touren sorgfältig geplant. Bedingt durch die Nierenerkrankung eines Paddel-Freundes waren in diesem Jahr die Touren anders als gewohnt, es wurde nur jeden zweiten Tag gepaddelt, da unser Freund zur Dialyse musste und wir ihm ermöglichen wollten alle Abschnitte des Flusses auch zu erleben. So wechselte es zwischen paddeln und Fahrradfahren, was uns ausgesprochen gut gefiel. An den paddelfreien Tagen erkundeten wir zu Fuß oder mit dem Fahrrad die Umgebung:

Vom Bergfried der imposanten Burg in Pappenheim hat man einen wunderschönen Ausblick über die Stadt und das bezaubernde Altmühltal. Ebenso wurde der Ort Sollnhofen mit dem paläontologischen und geologischen Museum besucht. Gleich nebenan befindet sich die Sola-Basilika, eine historische Sehenswürdigkeit.

Nicht nur mit dem Fahrrad, sondern auch mit dem Kajak führte uns eine Tour durch Sollnhofen vorbei an eines der landschaftlichen Höhepunkte des Altmühltals, die Felsgruppe „12 Apostel“, mächtig aufragende Dolomitfelse grüßen den Paddler auf den Weg nach Dollnstein. Eine weitere Paddeltour führte uns in die Kreisstadt Eichstätt, eine vielschichtige Stadt, die moderne Architektur und Kunstwerke des Barocks verbindet. Auf dem Weg in die Stadt haben wir die Pause an einer hervorragenden kleinen Eisdiele genossen.

Auch die Römerstadt Weißenburg mit gut erhaltener Stadtmauer, wunderschöner Altstadt mit kleinen Cafés und bayrischen Wirtshäusern, die zu einer deftigen Einkehr mit Knödel und Haxe einladen, war ein Tagesausflug mit dem Fahrrad wert.

Ein Höhepunkt der Reise war ein Abstecher mit den Kajaks auf die Donau, eine Etappe zwischen Vohburg und Kehlheim, durch den imposanten Donaudurchbruch. Am Kloster Weltenburg wurde im Klostergarten unter schattigen Bäumen Mittagspause eingelegt 

Es waren zwei herrliche Wochen in netter harmonischer Gemeinschaft mit fast täglichem Bade in der Altmühl und abendlichen Gesprächen, gemeinsamen Essen und Spielen. 

Bei unserer kürzlich stattgefundenen Jahreshauptversammlung wurde für nächstes Jahr eine Lahntour ab Marburg in Aussicht gestellt, worauf wir uns alle schon sehr freuen.

Außerdem beabsichtigen die Kanuwanderer im Frühjahr 2023 einen Film zu zeigen, die „TID“, die Donau von der Quelle bis zur Mündung. Unser Paddelfreund Alf hat die internationale Donaufahrt unternommen und möchte von seinen Erlebnissen berichten, absolut sehens -und hörenswert.