Eigentlich war der Plan klar: nach Hann. Münden zum Wesermarathon, entspannt ankommen, auf dem Tanzwerder am Weserstein die Atmosphäre genießen und am nächsten Tag eine Teilstrecke der Werra-Rally paddeln – von Bad Sooden-Allendorf bis Witzenhausen oder nach Lust und Laune vielleicht doch bis Hann. Münden. Am Sonntag dann ganz klassisch den Wesermarathon paddeln.
In diesem Jahr lief es allerdings ein wenig anders:
Der erste kleine Schreck kam, als uns auffiel, dass wir die Anmeldung für den Wesermarathon vergessen hatten. Zum Glück kein Drama – Nachmeldung vor Ort ist ja möglich. Zwei Tage vor der Anreise dann der nächste Moment: Jemand wollte seinen Platz stornieren, und dabei stellte sich heraus, dass wir gar keinen Campingplatz gebucht hatten. Irgendetwas war bei der Reservierung schiefgelaufen. Das ist dann bei über 1000 Teilnehmern, die an dem Wochenende ebenfalls irgendwo schlafen wollten, erst einmal keine besonders beruhigende Nachricht.
Also hieß es kurzfristig: telefonieren, suchen, hoffen. Und tatsächlich hatten wir Glück. Auf einem sehr ruhigen und idyllischen Campingplatz in Hemeln haben wir noch ein Plätzchen gefunden.
Weil in diesem Jahr ohnehin alles ein bisschen anders war, haben wir kurzerhand auch die Paddelpläne geändert. Statt auf die Werra ging es auf die Fulda und das war eine richtig gute Entscheidung. Bei herrlichem Wetter, keiner Strömung und keinem Wind paddelten wir zunächst rund 20 Kilometer von Spiekershausen nach Hann. Münden. Dort ging es nach einer kurzen Pause weiter, diesmal mit der Strömung, noch einmal 12 Kilometer zurück nach Hemeln zum Campingplatz.
Am nächsten Tag konnten wir sogar eine Stunde länger schlafen. Aus rein logistischen Gründen haben wir die ersten 12 Kilometer diesmal einfach ausgelassen und sind direkt am Campingplatz gestartet. Auch das hatte durchaus seinen Reiz => weniger Organisation am Morgen und dafür mehr Zeit, den Tag entspannt anzugehen.
Am Ende war es ein rundum gelungenes Wochenende. Nicht ganz so wie ursprünglich geplant, dafür mit ein paar unerwarteten Wendungen, viel Improvisation, bestem Paddelwetter und einer Erkenntnis: Manchmal werden gerade die Touren, die anders laufen als gedacht, am Ende besonders schön.
Ein Beitrag unserer Wanderwartin Daniela Holz